Motor der Digitalisierung

VON INGO VORREITER

„Digitalisierung kommt oft als abstrakter Begriff daher, doch es geht dabei um Dinge, die alles andere als abstrakt und von immenser Bedeutung sind: die ganz großen Herausforderungen in Gesellschaft und Wirtschaft. Es gibt sogar einen EU-Digitalkommissar, dessen wichtigsten Ziele die Bekämpfung von ‚Fake News’ und das Einreißen technischer und kommerzieller Hemmnisse für die länderübergreifende Breitbandkommunikation sind. Für viele große Unternehmen ist das Thema so wichtig geworden, dass sie neben dem CIO auch einen Chief Digital Officer (CDO) eingeführt haben, um sich fit für die Digitale Transformation zu machen.

An dieser Stelle wird sichtbar, wie sehr Digitalisierung das Geschäft verändert. Es geht nicht um eine einzelne neue Technologie, es geht vielmehr um „höher-schneller-weiter“ – also darum, im Wettbewerb die Nase vorn zu haben. Die Nutzung von Cloud-Technologien ist dabei nicht identisch mit Digitalisierung, sie ist vielmehr einer der wichtigsten Enabler – kurz: Die Cloud ist der Antrieb der Digitalisierung, die ‚Digital Power’.

Die Cloud verändert die Spielregeln für den Wettbewerb. Die wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt sind heute keine Öl- oder Automobilproduzenten mehr, sondern heißen Apple, Google, Amazon, Microsoft und Facebook. Viel spannender jedoch ist, dass kleine und mittlere Unternehmen sehr schnell mit großen etablierten Firmen in den Wettbewerb treten können – und das, ohne einen Cent für eine weltweite Präsenz, Rechenzentren auf allen Kontinenten oder große Betriebsmannschaften auszugeben. Die „Riesen“ müssen umdenken, denn die Größe eines Unternehmens ist für seine Leistungsfähigkeit längst kein Gradmesser mehr. Ohne durchdachte Digitalisierungsstrategie kann sie sogar zum Bremsklotz werden.

Mit der Cloud allein ist es allerdings nicht getan. Um wirklich schneller und günstiger als der Wettbewerb zu sein, müssen auch die Prozesse verändert werden. Die Einführung von DevOps, also die Verbindung von Software-Entwicklung und Betrieb funktioniert nur, wenn die vorhandenen Silos abgeschafft werden. Die Verlagerung von Anwendungen in die Cloud, ohne dabei von den besonderen Eigenschaften der Wolke zu profitieren, bringt wenig. Im Gegenteil, ein solches Vorgehen gefährdet die Verfügbarkeit. So gilt es, die Cloud klug einzusetzen und dabei auch gesetzliche Vorschriften, firmeninterne Compliance-Regeln, Betriebsratvereinbarungen und Datenschutzregelungen wie GDPR zu berücksichtigen.

Eins ist klar: Die eine einfache Lösung, die für alle Kunden gleichermaßen passt, gibt es nicht. Es ist auch nicht jedes Unternehmen gleich weit in diesem Thema. Deshalb bieten wir – von der Bestandsaufnahme über die Entwicklung einer Strategie sowie deren Implementierung bis hin zum Betrieb – alles an, ohne Scheuklappen für Hersteller von Private-Cloud-Produkten und ohne den Evangelisierungsdrang eines einzelnen Public Cloud Providers.